Camping mit Hund boomt – und die Plätze rüsten auf

Hundepool, Massage und Extrawurst – deutsche Campingplätze buhlen um die Gunst der Vierbeiner wie nie zuvor. Wer mit seinem Hund campen geht, erlebt gerade eine goldene Ära: Immer mehr Plätze investieren in hundegerechte Infrastruktur und verwandeln sich in wahre Wohlfühloasen für Zwei- und Vierbeiner. Wir zeigen, warum der Trend Camping mit Hund 2026 explodiert – und welche Plätze dabei die Nase vorn haben.
Warum Camping mit Hund so beliebt ist wie nie
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In Deutschland leben mittlerweile rund 10,5 Millionen Hunde – das sind gut 3 Millionen mehr als noch vor zehn Jahren. In jedem fünften Haushalt wedelt mindestens ein Schwanz. Und wer einmal auf den Hund gekommen ist, lässt ihn ungern zu Hause: Laut einer Umfrage der Hunde-App Dogorama reisen 93,5 Prozent aller Hundehalter nicht ohne ihr Tier.
Gleichzeitig erlebt Camping in Deutschland einen historischen Höhenflug. Mit 44,7 Millionen Übernachtungen wurde 2025 ein neuer Rekord aufgestellt – 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Seit 2005 haben sich die Camping-Übernachtungen damit mehr als verdoppelt. Und ein großer Teil dieser Camper hat eben einen vierbeinigen Begleiter dabei.
Natur, frische Luft, viel Platz und wenige Einschränkungen – genau hier spielt Camping seine Stärken für Hundebesitzer aus. Kein beengtes Hotelzimmer, kein nervöses Warten vor dem Restaurant, sondern Freiheit pur.
So reagieren Campingplätze auf den Hunde-Boom
Campingplatzbetreiber haben längst erkannt, dass Hundehalter eine der treuesten und zugleich lukrativsten Zielgruppen sind. Zwischen 5 und 10 Euro pro Hund und Nacht werden in Rechnung gestellt, bei bis zu drei erlaubten Tieren pro Stellplatz. Der Aufwand? Überschaubar. Ein Wassernapf am Empfang, eine Gartenbrause als Hundedusche und eine Auslaufwiese – schon ist die Basis geschaffen.
Doch viele Plätze gehen inzwischen weit darüber hinaus:
Hundeplätze verdoppelt: Campingplatz Schillig
Der beliebte Nordsee-Campingplatz Schillig im Wangerland hat seine Kapazität aufgrund der enormen Nachfrage kurzerhand auf 200 Hundestellplätze verdoppelt – direkt am Meer, mit eigenem Hundestrand. Wer hier mit Hund anreist, muss nicht mehr Wochen im Voraus reservieren.
Mobilheime mit Hundehütte: Campingplatz Viechtach
Im Bayerischen Wald setzt der Campingplatz Viechtach neue Maßstäbe: Hier stehen Mobilheime bereit, vor denen ein eigenes Hundehäuschen wartet. Der Vierbeiner hat sein eigenes kleines Zuhause – während Herrchen und Frauchen den Komfort des Mobilheims genießen.
Hundemassage und Physiotherapie: Wingst bei Cuxhaven
In Wingst bei Cuxhaven werden Camperhunde von professionellen Physiotherapeuten massiert. Ob Osteoporose-Check für ältere Tiere oder Entspannungsmassage nach einem langen Strandtag – hier wird der Hund zum Wellness-Gast.
Extra-Waschmaschine für den Hundebademantel: Eckernförde
An der Ostsee bei Eckernförde betreibt Familie Heide einen Campingplatz, auf dem es eine eigene Waschmaschine für Hunde-Badebekleidung gibt. Nach der Schwimmrunde im Meer landet der Hundebademantel direkt in der Maschine. Da geht noch was!
Nur Hunde-Gäste: Haumühle im Hunsrück
Manche Betreiber gehen sogar all-in: Der Platz Haumühle im Hunsrücker Simmertal hat sich komplett auf Hundehalter spezialisiert. Gäste ohne Hund? Eher die Ausnahme. Auf der Speisekarte im platzeigenen Restaurant stehen konsequenterweise auch Pferdeziemer, Kaninchenohren und Puten-Eis – für die vierbeinigen Stammgäste.
Die beliebtesten Reiseziele für Camping mit Hund
Die meisten Hundehalter reisen mit dem Auto oder Wohnmobil durch Deutschland. Die klaren Favoriten:
- Ostseeküste – Weite Hundestrände, ruhige Buchten und hundefreundliche Campingplätze von Fehmarn bis Rügen
- Nordseeküste – Endlose Strände, Wattwanderungen mit Hund und frische Seeluft
- Bayerischer Wald – Wanderparadies mit hunderten Kilometern Waldwegen
- Mecklenburgische Seenplatte – Badespaß an einsamen Seen, ideal für wasserliebende Hunde
- Sauerland & Harz – Hügelige Landschaften für aktive Hunde und ihre Besitzer
Besonders gefragt sind Plätze mit umzäunten Freilaufwiesen, auf denen der Hund ohne Leine toben kann. Auch ein eigener Hundestrand oder ein Hundebadesee in der Nähe sind für viele Camper das entscheidende Buchungskriterium.
Die ultimative Packliste: Was dein Hund beim Camping braucht
Damit der Campingurlaub mit Hund zum vollen Erfolg wird, solltest du die richtige Ausrüstung dabeihaben. Hier unsere Empfehlungen für die wichtigsten Camping-Essentials für deinen Vierbeiner:
🛏️ Schlafplatz & Komfort
Ein guter Schlafplatz ist das A und O. Dein Hund braucht auch im Urlaub seinen festen Rückzugsort – ob im Zelt, Wohnwagen oder Vorzelt.
🔗 Unsere Empfehlung: Outdoor-Hundebett
Ein wasserabweisendes, isoliertes Hundebett schützt deinen Vierbeiner vor Kälte und Feuchtigkeit vom Boden. Leicht zusammenrollbar und perfekt für unterwegs.
🥣 Futter & Wasser unterwegs
Faltbare Reisenäpfe sind ein absolutes Must-have. Sie nehmen kaum Platz weg, sind leicht zu reinigen und sorgen dafür, dass dein Hund jederzeit trinken kann – ob auf der Wanderung oder am Stellplatz.
🔗 Unsere Empfehlung: Faltbare Reisenäpfe (2er-Set)
Silikon-Faltnäpfe mit Karabiner – einfach am Rucksack oder an der Leine befestigen. Spülmaschinenfest und unverwüstlich.
🚗 Sicherheit im Auto
Die Fahrt zum Campingplatz ist oft lang. Ein guter Sicherheitsgurt oder eine stabile Transportbox schützt deinen Hund bei Vollbremsungen und ist in vielen Ländern sogar Pflicht.
🔗 Unsere Empfehlung: Hunde-Sicherheitsgurt fürs Auto
Elastischer Anschnallgurt mit ISOFIX-Clip – vom TÜV geprüft und für alle Fahrzeugtypen geeignet. Dein Hund sitzt sicher und bequem auf der Rückbank.
🏕️ Freilauf & Abgrenzung am Stellplatz
Nicht jeder Campingplatz hat eine eingezäunte Hundewiese. Mit einem mobilen Hundezaun schaffst du deinem Vierbeiner am Stellplatz einen sicheren Bereich, in dem er sich frei bewegen kann.
🔗 Unsere Empfehlung: Mobiler Hundezaun / Freilaufgehege
Faltbarer Laufstall aus robustem Oxford-Gewebe – in Sekunden aufgebaut, mit Reißverschluss-Eingang und Sonnenschutz-Dach. In verschiedenen Größen erhältlich.
☀️ Sommerhitze & Abkühlung
Im Sommer kann es auf dem Campingplatz richtig heiß werden. Eine Kühlmatte bietet deinem Hund sofortige Erfrischung – ganz ohne Strom oder Wasser. Einfach ausrollen, fertig.
🔗 Unsere Empfehlung: Kühlmatte für Hunde
Selbstkühlende Gel-Matte – aktiviert sich durch Gewicht, kühlt bis zu 3 Stunden. Kratzfest und leicht abwischbar. Ideal fürs Vorzelt oder den Wohnwagen.
🧹 Sauberkeit & Hygiene
Kotbeutel sind Pflicht auf jedem Campingplatz – und ein Beutelspender am Karabiner sorgt dafür, dass du immer einen griffbereit hast. Übrigens: Als Willkommensgruß hat sich auf vielen Plätzen eine Rolle Kotbeutel bewährt, über die sich Hundehalter so überschwänglich freuen wie andere Gäste über einen Wellness-Gutschein.
🔗 Unsere Empfehlung: Kotbeutelspender mit Leinenclip
Spender aus recyceltem Material mit 300 biologisch abbaubaren Beuteln. Clip passt an jede Leine. Weil Rücksichtnahme die beste Visitenkarte ist.
5 Goldene Regeln für Camping mit Hund
Damit das Zusammenleben auf dem Campingplatz für alle harmonisch bleibt, solltest du ein paar Grundregeln beachten:
- Leinenpflicht respektieren: Auch wenn dein Hund der Bravste ist – auf den Wegen und am Stellplatz gehört er an die Leine. Freilauf gibt's auf der Hundewiese.
- Hinterlassenschaften sofort entfernen: Klingt selbstverständlich, ist es leider nicht immer. Kotbeutel immer dabeihaben!
- Bellen minimieren: Dauerbellen nervt die Nachbarn. Wenn dein Hund bei jedem Neuankömmling anschlägt, hilft oft ein ruhiger Stellplatz am Rand.
- Hundestrand statt Badestrand: Nutze die ausgewiesenen Hundebereiche. Nicht jeder Badegast freut sich über nasse Hundepfoten.
- Impfpass und EU-Heimtierausweis: Gerade bei Reisen ins Ausland unbedingt dabei haben. Auch in Deutschland kann der Campingplatz danach fragen.
Die Kehrseite: Wenn Hundefreundlichkeit zu weit geht
Wo viel Hund ist, gibt es auch Schattenseiten. In Camping-Foren berichten hundelose Gäste zunehmend über Ärger: unangeleinte Hunde, die über den Platz stromern, morgendliches Gebell und Hinterlassenschaften auf der Wiese trotz überall aufgestellter Kotbeutelspender.
Auf der anderen Seite entwickeln manche Hundehalter ein erstaunliches Anspruchsdenken. In einschlägigen Foren wird bemängelt, dass man mit seinen „Kampfschmusern" – also Listenhunden – kaum willkommen sei. Andere empfinden es als Zumutung, zum weiter entfernten Hundestrand gehen zu müssen, und erwarten für ihr schreckhaftes Tier „absolute Ruhe auf dem Platz".
Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte: Rücksichtnahme ist keine Einbahnstraße. Hundehalter, die ihre Tiere im Griff haben und die Regeln beachten, sind überall gern gesehene Gäste. Und Campingplätze, die klare Regeln kommunizieren und durchsetzen, profitieren am meisten vom Hunde-Boom.
Fazit: Die beste Zeit für Camping mit Hund
Der Trend ist eindeutig – und er wird sich fortsetzen. Mit 10,5 Millionen Hunden in Deutschland und einer Camping-Branche, die von Rekord zu Rekord eilt, werden Campingplätze ihre Angebote für Vierbeiner weiter ausbauen. Hundedusche, Freilaufwiese und Hundestrand gehören auf modernen Plätzen längst zum Standard. Wer darüber hinaus mit Hundemassage, eigenem Hundehäuschen oder Doggy-Menü punktet, sichert sich einen festen Platz im Herzen – und im Buchungskalender – der wachsenden Zielgruppe.
Unser Tipp: Buche frühzeitig! Gerade in der Hauptsaison sind die hundefreundlichsten Plätze schnell ausgebucht. Und vergiss die Kotbeutel nicht – die sind immer noch das beste Zeichen für gute Hundeerziehung. 😉
Die meisten Campingplätze berechnen zwischen 5 und 10 Euro pro Hund und Nacht. In der Regel sind bis zu drei Hunde pro Stellplatz erlaubt.
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