Fünf Tage, die es in sich haben: Diese Route führt vom Münchner Umland über alpine Seen, die Tiroler Bergwelt, das Passeiertal und die Dolomiten bis ans Nordende des Gardasees. Jede Etappe verbindet Fahrspaß mit echten Erlebnissen — Bergluft, Alpenküche und die langsam wärmer werdende Sonne des Südens.
Routenverlauf
Tagesetappen
München → Riva del Garda, Italien · 5 Tage
Tag 1
Der Campingplatz Ambach am See in Münsing liegt direkt am Westufer des Starnberger Sees — kaum eine Stunde von München entfernt und trotzdem ein Weltenwechsel. Der Geruch von Seegras, Möwen über dem Wasser, und abends die Silhouette der Voralpen im Hintergrund. Mit Sanitäranlagen, Freizeiteinrichtungen und Stellplätzen für Wohnmobile ist er ein solider Start. Fahrräder raus und dem Ufer entlang bis nach Münsing: Dort gibt es noch echtes bayerisches Wirtshaus mit Obazda.
Früh aufbrechen aus München, auf der A96 nach Weilheim, dann Landstraße nach Münsing — Ankunft gegen Mittag.
Fahrradtour entlang des Starnberger Sees, Baden wenn das Wetter mitspielt, Einkehr in Münsing.
Grillen am Stellplatz, Sonnenuntergang über dem See beobachten, früh schlafen für den langen Tag morgen.
- Der Gasthof in Münsing hat mittwochs frischen Starnberger Fisch auf der Karte.
- Früh anreisen sichert die besten Stellplätze direkt am Ufer.
Tag 2
Der Alpen-Caravanpark Tennsee bei Mittenwald liegt erhöht mit direktem Blick auf die Zugspitze — morgens öffnet man die Wohnmobiltür und steht quasi im Gebirge. Der Platz bietet digitale Infrastruktur, ordentliche Sanitäranlagen und Freizeitangebote. Mittenwald selbst ist fußläufig erreichbar: Das Geigenbauermuseum, die bemalten Fassaden und die Karwendelbahn für einen Nachmittagsausflug machen den Zwischenstopp zu einem echten Erlebnis.
Fahrt auf der B11 durch das Loisachtal, Blick auf Walchensee, Ankunft in Mittenwald gegen Mittag.
Auffahrt mit der Karwendelbahn, Wanderung auf dem Grat, Abstieg ins Tal.
Abendessen in Mittenwald, Dorfbäckerei-Einkauf für das Frühstück, früh zurück zum Platz.
- Die Dorfbäckerei Mittenwald öffnet um 6:30 Uhr — frische Laugenstangen zum Morgenkaffee.
- Für die Karwendelbahn lohnt ein früher Start — gegen Mittag bilden sich Warteschlangen.
Tag 3
Das Ferienparadies Natterer See liegt südlich von Innsbruck auf einem Hochplateau — mit eigenem Badesee, Bergpanorama und Blick auf die Stubaier Gletscher. Die Atmosphäre ist lebendig ohne laut zu sein. Innsbruck ist per Bus oder kurzer Autofahrt erreichbar: Die Altstadt mit Goldenem Dachl und Innpromenade lässt sich entspannt zu Fuß erkunden. Abends lockt die Weinbar im Dorf Natters oder der eigene Grill mit Südtiroler Speck vom Markt.
Grenzübertritt nach Österreich auf der B177, Inntal-Panorama, Ankunft in Natters gegen Mittag.
Innsbruck Stadtbummel: Goldenes Dachl, Hofburg, Innpromenade — alles fußläufig.
Baden im Natterer See, Abendessen mit Tiroler Gröstl in einem der Gasthäuser der Altstadt.
- Der Markt am Innsbruck Stadtplatz hat samstags Südtiroler Speck und Käse — perfekter Vorrat für die Weiterreise.
- Die Nordkettenbahn führt in 20 Minuten auf 2.000 Meter — Abendstimmung über der Stadt ist unvergesslich.
Tag 4
Der Camping Bergkristall in Moos in Passeier liegt im engen, grünen Passeiertal — umrahmt von Felswänden und Aprikosengärten. Gepflegte Sanitäranlagen, Wohnmobil-Stellplätze und sogar Unterkunftsmöglichkeiten machen ihn zu einem vollwertigen Zwischenstopp. Der Klang der Passer begleitet die ganze Nacht. Im Dorf gibt es eine kleine Destillerie mit eigenem Marillenschnaps — und am Abend ist die Stille im Tal so vollständig, dass man vergisst, wie nah die Brennerautobahn liegt.
Fahrt über den Brenner, Abstecher nach Sterzing für einen Espresso, dann auf die SS44 ins Passeiertal.
Ankunft in Moos, kurze Wanderung ins Tal, Dorfspaziergang und Besuch der Destillerie.
Grillen am Stellplatz mit lokalem Speck und Käse, Marillenschnaps zum Abschluss.
- Die SS44 durch das Passeiertal ist für Wohnmobile gut befahrbar, aber bei Begegnungsverkehr in Kurven Geduld mitbringen.
- Im Hofer-Markt in Moos gibt es lokalen Apfelsaft aus dem Tal — besser als jeder importierte Saft.
Tag 5
Der Camping Park Garda in Limone sul Garda empfängt mit dem charakteristischen Duft von Olivenöl und Zitrusfrüchten. Limone ist das nördlichste Zitronendorf am Gardasee — die historischen Limonare mit ihren gemauerten Pfeilern sind ein UNESCO-Kandidat und absolut sehenswert. Von hier aus ist Riva del Garda in 10 Minuten erreichbar. Abends am Hafen von Limone: Aperol, Polenta fritta, Seeblick — das klassische Gardasee-Finale nach fünf intensiven Tagen.
Fahrt durch Meran, auf der A22 südwärts, bei Rovereto auf die alte Gardesana Occidentale — das erste Aufleuchten des Sees.
Ankunft in Limone, Spaziergang durch die Limonare, Schwimmen im See.
Aperitivo am Hafen von Limone oder Riva del Garda, Abendessen mit Gardasee-Forelle.
- In Limone gibt es eine kleine Ölmühle, die ihr eigenes Olivenöl verkauft — eine Flasche als Souvenir ist Gold wert.
- Der Gardaseeradweg Ciclabile del Garda führt von Limone bis Riva direkt am Wasser entlang — 10 km, flach, traumhaft.
Tag 1: Aufbruch aus München — Halt am Ammersee
Wer von München aus startet, hat einen klaren Vorteil: Schon nach 45 Minuten auf der A96 liegt die Voralpenlandschaft um den Ammersee vor einem. Hier lohnt sich der erste Stopp — nicht als Pflichtprogramm, sondern weil der See an ruhigen Morgen eine fast skandinavische Stille ausstrahlt. Seerosen, Fischreiher, der Geruch von feuchtem Schilf.
Das Camping Ambach am See in Münsing liegt direkt am Westufer des Starnberger Sees und bietet mit seinen Sanitäranlagen und Freizeiteinrichtungen eine solide erste Nacht. Die Lage ist ideal: Man parkt das Wohnmobil, schnappt sich die Fahrräder und radelt dem Ufer entlang bis ins Dorf Münsing, wo es im einzigen Gasthof noch echtes Obazda mit frischen Brezen gibt. Abends sitzen Fischer am Steg, das Wasser färbt sich orange. Kein schlechter Einstieg.
Tag 2: Durch das Karwendel — Rast in Mittenwald
Tag zwei führt auf die B11 Richtung Süden, vorbei an Wolfratshausen, durch das Loisachtal — das Karwendel wächst mit jeder Kurve imposanter aus dem Dunst. Mittenwald ist kein Geheimtipp mehr, aber die Altstadt mit ihren bemalten Häuserfassaden und dem Geigenbauermuseum bleibt einzigartig. Am frühen Nachmittag lohnt die Fahrt auf die Karwendelbahn: Von oben sieht man an klaren Tagen bis ins Inntal.
Für die Nacht bietet sich der Alpen-Caravanpark Tennsee an — er liegt erhöht über dem Tal, die Zugspitze ist morgens das erste, was man durch die Windschutzscheibe sieht. Der Platz verfügt über digitale Infrastruktur, Sanitäranlagen und Freizeiteinrichtungen, was nach einem langen Fahrtag angenehm ist. Tipp: Die Dorfbäckerei in Mittenwald öffnet um 6:30 Uhr — frische Laugenstangen zum Kaffee im Wohnmobil schlagen jede Hotelfrühstücksbüffetlogik.
Tag 3: Innsbruck und der Natterer See — wo Tirol atmet
Die Grenze nach Österreich fällt kaum auf, außer dass der Diesel günstiger wird und die Berge nochmals ein Stück näher rücken. Innsbruck ist eine Stadt, die man unterschätzt: Die Altstadt ist in 20 Minuten zu Fuß durchquert, das Goldene Dachl glitzert in der Sonne, und an der Innpromenade sitzen die Innsbrucker so entspannt wie anderswo die Pariser an der Seine.
Der Ferienparadies Natterer See in Natters liegt nur wenige Kilometer südlich der Stadt — und man merkt sofort, warum er seinen Namen verdient: Ein eigener Badesee direkt am Platz, Bergpanorama ringsum, Abendstimmung mit Alpenglow auf den Stubaier Gletschern. Der Platz ist mit Freizeit- und Wellnessangeboten ausgestattet und hat eine lebhafte Atmosphäre. Wer mag, fährt noch einmal kurz nach Innsbruck zurück und gönnt sich ein Tiroler Gröstl in einer der Gasthäuser in der Altstadt — mit Spiegelei obenauf, wie es sich gehört.
Tag 4: Über den Brenner ins Herz Südtirols — das Passeiertal
Der Brenner ist Europas meistbefahrener Alpenpass, und doch: Sobald man auf der Autobahn südlich fährt und die Peitlerkofelgruppe am Horizont erscheint, legt sich eine eigentümliche Ruhe über den Tag. Kurz vor Bozen biegt man ab — nicht nach Meran, sondern ins Passeiertal. Die SS44 schlängelt sich durch enge Schluchten, vorbei an Aprikosenhainen und alten Burgruinen.
In Moos in Passeier wartet das Camping Bergkristall — ein Platz, der seinen Namen nicht zufällig trägt. Das Tal ist hier noch schmal, das Licht nachmittags goldgelb und von drei Seiten eingerahmt. Der Platz verfügt über gepflegte Sanitäranlagen, Stellplätze für Wohnmobile und sogar Unterkünfte. Insider-Tipp: Im Dorf gibt es eine kleine Destillerie, die Marillenschnaps aus eigenen Früchten brennt — ein Fläschchen für den Abend ist obligatorisch. Am Abend hört man nur das Rauschen der Passer und gelegentlich Kuhglocken.
Tag 5: Finale — Limone sul Garda und das Blau des Nordsees
Der letzte Tag ist der kürzeste und der schönste. Von Moos ins Passeiertal führt die Route durch Meran — ein kurzer Stopp auf der Promenade, ein Espresso, die palmengesäumten Wege —, dann auf der Autobahn südwärts. Bei Rovereto verlässt man die Schnellstraße und folgt der alten Gardesana Occidentale: Die Straße windet sich durch Felstunnel, rechts stürzt die Felswand ab, links leuchtet der See — das erste Auftauchen des Gardasees nach vier Tagen Alpen hat immer etwas von einem Vorhang, der sich hebt.
Das Camping Park Garda in Limone sul Garda empfängt mit dem typischen Olivenduft der Gardaseewestküste. Limone ist das nördlichste Zitronendorf am See — die alten Limonare, die Terrassenanlagen mit ihren gemauerten Pfeilern, sind Weltkulturerbe-verdächtig. Wer von hier aus noch nach Riva del Garda möchte, fährt 10 Minuten auf der Uferstraße. Abends am Hafen von Riva: Aperol Spritz, Polenta fritta, das letzte Abendlicht auf dem Wasser — und die leise Erkenntnis, dass fünf Tage auf dem Weg manchmal mehr sind als das Ziel selbst.
Praktische Hinweise für die Route
- Die Brennerautobahn (A22/A13) verlangt Maut — bereite eine Vignette für Österreich und Bargeld oder Karte für die italienische Maut vor.
- Wohnmobile über 3,5 Tonnen zahlen auf der Brennerautobahn erhöhte Mauttarife.
- Das Passeiertal (SS44) ist für Wohnmobile gut befahrbar, aber bei Gegenverkehr in den Kurven ist Geduld gefragt.
- Am Gardasee im Hochsommer Stellplätze immer vorbuchen — die Plätze in Limone und Riva sind heiß begehrt.
- Österreichische Alpenvereinskarte lohnt sich: Bergbahnen und Hütten mit Rabatten.
⛽ Kostenrechner für diese Route
Geschätzte Kosten basierend auf aktuellen Durchschnittspreisen
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