Diese Route führt euch vom Münchner Voralpenland über die Zugspitze und Innsbruck tief nach Südtirol hinein, bevor das Wohnmobil endgültig Kurs auf das glitzernde Westwestufer des Gardasees nimmt. Fünf Tage, fünf völlig unterschiedliche Landschaften — alpine Stille, tosende Flüsse, Weinberge und schließlich mediterrane Sehnsucht.
Routenverlauf
Tagesetappen
München → Gardasee, Italien · 5 Tage
Tag 1
Das Camping Resort Zugspitze in Grainau liegt am Fuß des höchsten deutschen Bergs, nur wenige Schritte vom kristallklaren Eibsee entfernt. Wer am frühen Nachmittag ankommt, kann noch eine Runde um den See spazieren oder mit der Seilbahn auf den Gipfel fahren. Der Platz ist direkt buchbar und bietet solide Ausstattung für die erste Nacht auf der Reise — mit dem Rauschen des Windes durch die Latschen als Einschlaflied und dem Alpenpanorama beim Aufwachen.
Abfahrt in München, Fahrt über die A95 nach Garmisch-Partenkirchen, Ankunft in Grainau gegen Mittag.
Spaziergang rund um den Eibsee (ca. 7 km), optional Gondelfahrt zur Zugspitze.
Grillabend am Stellplatz mit Blick auf die beleuchteten Felswände der Zugspitze.
- Den Eibsee vor 8 Uhr morgens besuchen — dann ist das Wasser spiegelglatt und fast menschenleer.
- Die Zugspitze-Tickets online vorbuchen, um Warteschlangen an der Talstation zu vermeiden.
- Im Dorfgasthof Grainau gibt es hausgemachte Kässpätzle für unter 12 Euro.
Tag 2
Das Leutaschtal auf 1.100 Metern ist eines der unbekanntesten Hochtäler Nordtirols — breit, ruhig, von Lärchenwäldern eingerahmt. Der Austria Parks Camping Leutasch liegt inmitten dieser Stille und ist direkt buchbar. Das Tal eignet sich perfekt als Zwischenstation zwischen Bayern und dem tiefen Tirol: keine Touristenmassen, dafür klare Bergluft und der Geruch von feuchtem Moos und Holzrauch aus den Tiroler Bauernhöfen.
Früh aus Grainau aufbrechen, durch Mittenwald fahren — kurzer Stopp in der Lüftlmalerei-Hauptgasse.
Ankunft in Leutasch, Erkundung der Leutascher Geisterklamm (ca. 2 km, Eintrittspflichtig).
Abendessen in einem der lokalen Gasthäuser im Tal, Rückkehr zum Stellplatz bei Sonnenuntergang über den Lärchen.
- Die Leutascher Ache bietet an flachen Stellen gute Möglichkeiten zum Barfußwaten — Kinder lieben das.
- Der Wochenmarkt in Seefeld (fußläufig erreichbar) hat lokalen Tiroler Speck und Bergkäse zu fairen Preisen.
Tag 3
Der Camping Zögghof in St. Leonhard in Passeier liegt im Herz des Passeiertals, wo der Passer über runde Kieselsteine rauscht und die Felswände des Texelgebirges das Licht am Abend orange einfärben. Familiär geführt, direkt buchbar, mit südtirolerischer Gastfreundschaft. Der Ort ist kleiner und echter als Meran — kein Luxustourismus, dafür Bauern mit Äpfelkisten, alte Obstbrennereien und ein Dorfplatz, auf dem abends die Einheimischen sitzen.
Fahrt vom Leutaschtal über den Reschenpass — Stopp am Reschensee mit dem versunkenen Kirchturm.
Weiterfahrt durchs Vinschgau und Meran ins Passeiertal, Ankunft am Zögghof.
Abendspaziergang am Passer entlang, Abendessen mit Südtiroler Schlutzkrapfen in St. Leonhard.
- In der Ortskernbäckerei von St. Leonhard gibt es morgens Vinschger Flecken — ein flaches Fladenbrot mit Kümmel, das nirgendwo sonst so gut schmeckt.
- Die Timmelsjochstraße (Mautstraße) über Österreich öffnet meist ab Juni und bietet dramatische Hochgebirgslandschaft ohne viele Touristen.
Tag 4
Der Club del Sole Due Laghi Levico am Lago di Levico liegt zwischen zwei Trentiner Voralpenseen und markiert den Übergang vom Hochgebirge zur Mittelmeer-Atmosphäre. Mit einem Rating von 4 der beste bewertete Platz dieser Segment-Etappe, direkt buchbar und gut ausgestattet. Das Wasser ist wärmer als alles, was auf den vorherigen Etappen zu erleben war — der erste echte Badeabend der Reise, mit Abendsonne auf dem Wasser und dem Duft von Kiefernharz.
Fahrt von St. Leonhard über Bozen und die Etschtal-Autobahn Richtung Trient.
Kurzer Stopp in Trient (Piazza del Duomo), dann weiter nach Levico Terme, Ankunft am See.
Schwimmen im Lago di Levico, Abendessen am Seeufer, Entspannung nach den Bergpässen der Vortage.
- Der Lago di Caldonazzo nebenan ist für sein ruhiges Wasser und den Tretbootverleih bekannt — perfekt für einen entspannten Halbtagsausflug.
- Im Ortskern von Levico gibt es eine kleine Enoteca mit Teroldego-Weinen aus dem Trentino zu Weinbergpreisen.
Tag 5
Das Camping Residence Onda Blu in Manerba del Garda ist mit einem Rating von 4,6 der bestbewertete Campingplatz der gesamten Route — kein Zufall, denn die Lage am ruhigen Südwestufer des Gardasees ist außergewöhnlich. Direkt buchbar, mit professioneller Infrastruktur. Manerba ist der stilvolle Geheimtipp unter den Gardasee-Orten: kleiner als Sirmione, weniger überlaufen als Desenzano, aber mit direktem Seezugang und der Rocca di Manerba als Wanderkulisse.
Frühabfahrt von Levico, Fahrt über Rovereto und Riva del Garda ans Westufer — erster Blick auf den Gardasee.
Ankunft in Manerba, Einrichtung des Stellplatzes, erster Sprung in den See.
Apericena in der Ortschaft Manerba, Sonnenuntergang über dem Wasser von der Rocca aus.
- Der Fischereihafen in Portese (3 km nördlich) hat freitags einen kleinen Markt mit lokalen Oliven, Käse und geräuchertem Forellenfleisch.
- Die Westküstenstraße Richtung Limone sur Garda vor 9 Uhr fahren — danach Gegenverkehr mit Reisebussen.
- Gardasee-Wein: Der Lugana aus dem Süden des Sees ist einer der unterschätztesten Weißweine Italiens — im lokalen Supermarkt schon für 8–12 Euro.
Tag 1: München – Grainau | Ankunft im Schatten der Zugspitze
Die Ausfahrt aus München läuft über die A95 Richtung Garmisch-Partenkirchen — nach kaum 90 Kilometern öffnet sich das Isartal, und plötzlich steht die Zugspitze wie eine weiß gekalkte Wand vor der Windschutzscheibe. Das Wohnmobil rollt weiter nach Grainau, dem kleinen Ort direkt am Fuß des höchsten deutschen Bergs.
Der Camping Resort Zugspitze liegt nur wenige Gehminuten vom Eibsee entfernt — einem der klarsten Bergseen Bayerns, dessen smaragdgrünes Wasser man durch Kiefer und Latschen schimmern sieht. Der Platz eignet sich perfekt als Auftaktnacht: online buchbar, gute Infrastruktur, und morgens läuft man barfuß durch feuchtes Gras zur Seepromenade. Wer früh aufsteht, hat den Eibsee mit seinen neun kleinen Buchten fast für sich allein, bevor die ersten Ausflugsgäste aus Garmisch ankommen.
Insider-Tipp: Die Seilbahn zur Zugspitze startet direkt am Eibsee — wer keinen Gipfelwind scheut, kann nachmittags hoch auf 2.962 Meter. Der Blick nach Süden zeigt bereits die Richtung: die endlose Welle der Tiroler Alpen.
Tag 2: Grainau – Innsbruck/Leutasch | Durch das Inntal nach Tirol
Der zweite Tag führt über die Tiroler Grenze. Die Strecke durch Mittenwald ist dabei kein lästiger Transitweg, sondern eines der schönsten Wohnmobil-Teilstücke der gesamten Route: Die Isar begleitet die Straße als silbrig-türkiser Faden, Geigenbauer-Werkstätten säumen die Hauptgasse in Mittenwald, und über dem Ort hängt der Karwendelkamm wie eine Kulisse.
Ziel des Tages ist der Austria Parks Camping Leutasch – Seefeld im Leutaschtal westlich von Seefeld. Das Hochplateau liegt auf 1.100 Metern, die Luft riecht nach Lärchenharz, und das Tal ist so ruhig, dass man abends Bachforellen im klaren Wasser stehen sieht. Der Campingplatz ist direkt buchbar und gut ausgestattet — ideal für eine Nacht auf halber Höhe zwischen Deutschland und dem tiefen Tirol.
Alternativ, wer lieber Stadtluft schnuppert: Das Ferienparadies Natterer See südlich von Innsbruck bietet eine spektakuläre Lage mit Blick auf die Nordkette — und mit der Buslinie kommt man in 20 Minuten in die Innsbrucker Altstadt. Das goldene Dachl leuchtet nachmittags, und in der Maria-Theresien-Straße gibt es alles, was man für die nächsten Etappen braucht.
Tag 3: Innsbruck – St. Leonhard in Passeier | Über den Reschenpass ins Passeiertal
Heute wird gefahren und erlebt. Die Strecke führt vom Inntal über den Reschenpass — vorbei am legendären Kirchturm von Alt-Graun, der einsam aus dem Reschensee ragt wie ein Mahnmal — und dann hinunter ins Vinschgau. Wer auf der SS38 weiter fährt, erreicht über Meran das Passeiertal: eine Schlucht, die sich langsam zu einem breiten, sonnendurchfluteten Talkessel öffnet, gesäumt von Apfelanlagen mit glänzenden roten Früchten.
Der Camping Zögghof in St. Leonhard liegt inmitten dieses Tals — direkt buchbar, ruhig, mit dem typisch südtirolerischen Charakter kleiner Familienbetriebe. Der Passer rauscht in Hörweite, abends glühen die Felswände des Texelgebirges orange-rot. St. Leonhard ist der Geburtsort Andreas Hofers: das kleine Museum in der Sandwirt-Taverne erzählt in einer guten Stunde die Geschichte des Tiroler Freiheitskämpfers — historische Tiefe, die man so mitten auf einer Alpenreise nicht erwartet.
Insider-Tipp: Am frühen Morgen lohnt ein Abstecher auf die Timmelsjochstraße (im Sommer geöffnet) — bei klarem Wetter reicht der Blick von dort bis zu den Dolomiten im Osten.
Tag 4: St. Leonhard – Lago di Levico | Durch die Dolomiten ans erste Seeufer
Die Etappe führt über Bozen und die Weinstraße ins Trentino, ans Westufer des Lago di Caldonazzo und Lago di Levico — zwei warm-grüne Voralpenseen, die wie eine Generalprobe auf den Gardasee wirken. Der Verkehr auf der Brennerautobahn lässt sich mit einem kleinen Schlenker über die alte SS12 teilweise umgehen, und wer Zeit hat, hält in Trient kurz an: die Piazza del Duomo, der Merlotkelch vom Hauswinzer, der Dom mit seinen romanischen Löwenportalen.
Am Lago di Levico angekommen, empfiehlt sich der Club del Sole Due Laghi Levico Family Collection: der einzige Platz in diesem Segment mit einem echten Rating (4 von 5), direkt am See, mit Buchungsmöglichkeit. Man liegt zwischen zwei Seen — Levico und Caldonazzo — das Wasser ist deutlich wärmer als die Bergseen der Vortage, und der Abend riecht nach Pinie und gegrilltem Fisch. Wer noch Energie hat: in Levico Terme gibt es einen historischen Kurpark mit Thermalbädern, und die Ortschaft ist so klein und ruhig, dass man nach dem Abendessen tatsächlich die Grillen hört.
Tag 5: Lago di Levico – Gardasee | Das Ziel glitzert
Der letzte Fahrtag ist der kürzeste — keine zwei Stunden trennen das Trentino vom Westufer des Gardasees. Die Route führt über Rovereto (kurzer Stopp am Mart-Museum lohnt für Kunstinteressierte) und Riva del Garda, und dann: der erste Blick auf den See von der SS45b. Türkisblau, mit dem weißen Fleck eines Windsurfsegels, dahinter das Reliefpanorama des Monte Baldo — das ist der Moment, für den man die ganze Fahrt auf sich genommen hat.
Ziel auf dem Westufer ist der Camping Residence Onda Blu in Manerba del Garda — mit einem Rating von 4,6 der bestbewertete Platz der gesamten Kandidatenliste. Manerba liegt am ruhigen Südwestzipfel des Sees, weg vom Massentourismus von Sirmione, aber nah genug an Gardone Riviera und Salò, um abends auszugehen. Der Felsvorsprung der Rocca di Manerba liegt zu Fuß erreichbar direkt über dem Campinggelände — von dort oben sieht man bei klarem Wetter die gesamte Seefläche bis nach Riva.
Insider-Tipp: Wer morgens früh mit dem Wohnmobil die Westküstenstraße Richtung Limone sur Garda fährt, hat die engste und dramatischste Gardasee-Serpentinenstrecke fast allein. Ab 10 Uhr wird es eng.
Gesamteindruck der Route
Diese Fünf-Tage-Strecke lebt von ihren Kontrasten: das kühle Fichtengrün der Bayerischen Alpen, die elegante Stadtkultur Innsbrucks, die stille Weitläufigkeit des Passeiertals, die ersten südlichen Töne am Lago di Levico, und schließlich die mediterrane Schwere des Gardasees mit Oleander, Espresso und Segelbooten. Kein Tag gleicht dem vorherigen, jede Übernachtung hat ihre eigene Atmosphäre — das ist das Wesen dieser Route.
⛽ Kostenrechner für diese Route
Geschätzte Kosten basierend auf aktuellen Durchschnittspreisen
* Durchschnittspreise, tatsächliche Kosten können abweichen. Für DE Live-Preise: Tankstellen-Finder
Länder auf dieser Route
🎒 Empfohlene Ausrüstung für diese Route
Passend zu Route, Saison und Reisestil — kuratierte Empfehlungen.
* Amazon-Affiliate-Links — wir erhalten eine kleine Provision, für dich ändert sich nichts.
Eigene Route planen?
Erstelle deine individuelle Camping-Route mit unserem intelligenten Routenplaner — maßgeschneidert auf dein Fahrzeug, deine Zeit und deinen Stil.
0
0
0