Von Freiburg durch die tiefen Täler des Schwarzwalds bis nach Baden-Baden: Diese Rundreise führt vorbei an Tannenwäldern, Berggasthöfen und stillen Bächen. Fünf Etappen, fünf verschiedene Gesichter des Schwarzwalds — von der Münstertal-Ruhe bis zum Nordschwarzwald-Rauschen.
Routenverlauf
Tagesetappen
Freiburg → Baden-Baden · 5 Tage
Tag 1
Der Camping Münstertal liegt direkt an der Kleinen Wiese, einem glasklaren Schwarzwaldbach. Das Tal ist eng, grün und still — ideale Bedingungen für eine erste Nacht, die den Übergang von Stadtlärm zu Waldruhe markiert. Der Platz überzeugt mit guter Infrastruktur und direktem Wanderzugang. Burg Staufen ist in kurzer Distanz zu Fuß erreichbar. Morgens riechen die Wiesen nach Tau und Fichte, abends liegt das Tal im langen Abendlicht.
Freiburger Münstermarkt besuchen, Schwarzwaldschinken und Brot kaufen, dann Abfahrt südwärts
Ankunft Münstertal, Wohnmobil einrichten, Erkundung des Bachufers
Spaziergang Richtung Staufen, Vesper am Bach, früh ins Bett
- Der Bäcker in Münstertal öffnet früh — frische Brötchen holen, bevor andere wach sind
- Das Bachbett der Kleinen Wiese ist nach einem trockenen Sommer seicht genug zum Barfußlaufen
Tag 2
Das Ferienparadies Schwarzwälder Hof in Seelbach gehört zu den vollständig ausgestatteten Plätzen dieser Route. Die Lage im Schuttertal bietet direkte Zugänge ins Kinzigtal. Gengenbach mit seiner unberührten Fachwerkaltstadt ist in 20 Minuten erreichbar — ein lohnender Nachmittagsausflug. Der Platz selbst ist auf Familien und Langzeitcamper ausgelegt, bietet aber auch Durchreisenden alle nötigen Services.
Frühzeitige Abfahrt aus dem Münstertal, Fahrt über die B294 durch den Schwarzwald
Ankunft Seelbach, dann Ausflug nach Gengenbach
Rückkehr zum Platz, Abendessen draußen, Sternenhimmel im Tal
- In Gengenbach gibt es einen Straußenwirtschaft-Kalender — wer Glück hat, ist gerade eine geöffnet
- Der Platz liegt am Rande eines Streuobstwiesengebiets — im Herbst liegen Äpfel kostenlos auf den Wegen
Tag 3
Der Wohnmobilstellplatz Durbach ist kompakt und ruhig — kein Großcamping, sondern ein Platz, der seinen Gästen Weinberge und Wald in Laufweite bietet. Durbach selbst ist ein Weinort mit Substanz: Der Spätburgunder hat hier ein eigenständiges Profil, die Winzergenossenschaft ist offen für Besucher. Abends zieht der Duft von Weinblättern und trockenem Gras durch die Hänge — eine Stimmung, die man nicht kaufen, nur erleben kann.
Wanderung durch die Weinberge oberhalb von Durbach, Weitsicht ins Rheintal genießen
Weinprobe bei der Winzergenossenschaft, dann Rast am Stellplatz
Grillen mit lokaler Schwarzwaldwurst und einem Glas Spätburgunder
- Die Straußenwirtschaft am Hang öffnet meist ab 17 Uhr — Termin vorab prüfen
- Für Wohnmobile gibt es in Durbach eine Entsorgungsstation direkt beim Stellplatz
Tag 4
Am Schwarzwaldbad in Bühl kombiniert Waldlage mit Freibadzugang — im Hochsommer ein unschlagbares Argument. Die Anfahrt über das Achertal und den Hornisgrinde ist spektakulär und macht die kurze Distanz von Durbach nach Bühl zum Erlebnis. Der Platz verfügt über digitale Infrastruktur, ordentliche Sanitäranlagen und eine sichere, ruhige Umgebung. Bühl selbst ist ein angenehm unaufgeregter Ort mit gutem Wochenmarkt.
Fahrt über die Schwarzwaldpässe, Stopp am Mummelsee
Ankunft Bühl, Abkühlung im Freibad
Spaziergang durch die Bühler Innenstadt, Abendessen in einem der Gasthöfe
- Der Bühler Zwetschgenmarkt im September ist einer der ältesten Jahrmärkte Badens
- Das Freibad hat ein separates Nichtschwimmer-Becken — ideal für Kinder
Tag 5
Das Naturcamping Schönmünz in Baiersbronn liegt im Murgtal — einem der wildesten Täler des Nordschwarzwalds. Wer hier aus dem Wohnmobil tritt, steht sofort in echtem Wald: Fichten, Moos, der konstante Klang der Murg im Hintergrund. Der Platz ist buchbar, gut ausgestattet und haustierfreundlich. Ein würdiger Abschluss vor der letzten Etappe nach Baden-Baden, die nur noch 35 Kilometer entfernt liegt.
Frühwanderung entlang der Murg, Baiersbronn-Dorf erkunden
Weiterfahrt nach Baden-Baden, Lichtentaler Allee und Kurpark besuchen
Abschlussabend in der Kurstadt — Therme, Restaurant oder Konzert im Kurhaus
- Baiersbronn hat mit Restaurant Schwarzwaldstube und Bareiss zwei Michelin-Sterne-Restaurants — wer reserviert hat, kann den letzten Abend unvergesslich machen
- Die Murg ist an ruhigen Stellen zum Angeln freigegeben — Angelschein und Tageslizenz beim Gemeindeamt
Schwarzwald-Rundreise im Wohnmobil: 5 Tage von Freiburg nach Baden-Baden
Der Schwarzwald ist kein Postkartenmotiv — er ist ein Erlebnis für alle Sinne. Harzgeruch im Morgengrauen, das Knirschen von Kiefernnadeln unter den Stiefeln, das Plätschern unsichtbarer Bäche hinter dichten Tannenreihen. Diese Rundreise im Wohnmobil führt auf gut 113 Kilometern vom lebhaften Freiburg tief in die Waldeinsamkeit und endet im eleganten Baden-Baden. Fünf Übernachtungen, fünf unterschiedliche Charaktere — hier ist die Route im Detail.
Tag 1 — Freiburg & Münstertal: Der sanfte Einstieg
Startpunkt Freiburg, erste Nacht im Münstertal
Wer morgens in Freiburg startet, sollte sich zwei Stunden für die Altstadt gönnen. Der Münstermarkt duftet nach frischen Erdbeeren und geräuchertem Schwarzwaldschinken — ein idealer Proviantstart. Dann geht es südwärts ins Münstertal, eines der grünsten Seitentäler des Schwarzwalds.
Der Camping Münstertal liegt direkt an der Kleinen Wiese, einem klaren Gebirgsbach, der das Tal durchzieht. Der Platz überzeugt mit digitalem Check-in, guten Sanitäranlagen und einer Lage, die Wanderungen direkt vom Stellplatz aus ermöglicht. Der Weg zur Burg Staufen ist zu Fuß erreichbar — eine Abendrunde, die mit Blick über den Kaiserstuhl belohnt.
- Morgens: Freiburger Münstermarkt, Proviant kaufen
- Nachmittags: Anfahrt Münstertal, Platz einrichten, Bach erkunden
- Abends: Spaziergang Richtung Staufen, Vesper am Bach
Tag 2 — Mittlerer Schwarzwald: Seelbach und das Kinzigtal
Vom Münstertal ins Tal der Kinzig
Die Strecke vom Münstertal nach Seelbach führt über die B317 und die B33 — Schwarzwaldstraßen, auf denen man langsam fahren will, nicht muss. Jede Kurve gibt den Blick frei auf harzbedeckte Hänge, Streuobstwiesen und Holzhäuser mit schweren Dächern.
Das Ferienparadies Schwarzwälder Hof in Seelbach gehört zu den am besten ausgestatteten Plätzen entlang dieser Route. Vollständige Infrastruktur, digitale Services, Freizeitangebote und eine Lage direkt am Fuß der Schuttertal-Hügel machen ihn zur idealen zweiten Station. Von hier aus lohnt ein Abstecher ins nahe Gengenbach — die mittelalterliche Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und dem gepflasterten Marktplatz ist in 20 Minuten erreichbar.
- Morgens: Früher Aufbruch, Fahrt über die Schwarzwaldhochstraße-Zubringer
- Nachmittags: Ankunft Seelbach, Ausflug nach Gengenbach
- Abends: Abendessen auf dem Platz, Kinzigtal bei Sonnenuntergang
Tag 3 — Ortenau und Renchtal: Weinberge, Wald, Wohnmobil
Durbach: Wo Reben auf Tannen treffen
Durbach ist einer dieser Schwarzwald-Orte, die man kennen müsste und zu wenige kennen. Das Renchtal öffnet sich hier zu einem breiten Weintal — Spätburgunder-Reben ziehen sich an Südhängen entlang, dahinter beginnt sofort der dichte Wald.
Der Wohnmobilstellplatz Durbach ist klein, ruhig und strategisch gut gelegen. Mit Sanitärversorgung, digitalem Check-in und Freizeitinfrastruktur ist er auf Wohnmobilisten ausgelegt — keine Zeltzeltstadt, kein Rummelplatz. Ein Besuch beim Weingut Durbacher Winzergenossenschaft lohnt sich: Probieren kostet wenig, die Aussicht über die Reben ins Rheintal ist gratis.
- Morgens: Wanderung über die Weinberge oberhalb Durbachs
- Nachmittags: Weinprobe, Fahrt über die Ortenau-Route
- Abends: Grillabend am Stellplatz mit lokaler Wurst und Spätburgunder
Tag 4 — Nordschwarzwald: Bühl und das Bühler Tal
Kurvenreiche Pässe, stille Wälder, Schwarzwaldbad
Von Durbach nach Bühl sind es kaum mehr als 40 Kilometer — aber die Fahrt über die L83 durch das Achertal und dann Richtung Bühl nimmt Zeit, weil man immer wieder anhält. Beim Mummelsee, beim Hornisgrinde-Parkplatz, beim kleinen Wegkreuz auf halber Höhe.
Der Campingplatz Am Schwarzwaldbad in Bühl liegt — wie der Name verrät — direkt neben dem Freibad. Das ist im Hochsommer ein echter Vorteil: morgens Wald, mittags Schwimmbad, abends auf der Terrasse des Wohnmobils die Kühle des Abends genießen. Die Ausstattung ist solide: digitale Infrastruktur, gute Sanitäranlagen, Freizeitbereich. Von Bühl aus sind es nur noch etwa 20 Kilometer bis Baden-Baden.
- Morgens: Fahrt über Hornisgrinde, Stopp am Mummelsee
- Nachmittags: Ankunft Bühl, Freibad nutzen
- Abends: Abendspaziergang ins Bühler Altstadt-Zentrum
Tag 5 — Ankunft in Baden-Baden: Finale im Nordschwarzwald
Baiersbronn und das Murgtal als letzter Naturakzent
Wer den letzten Tag nicht direkt in Baden-Baden verbringen möchte, fährt zunächst über das Murgtal südwärts nach Baiersbronn — ein Umweg, der sich lohnt. Das Tal der Murg gehört zu den wildesten Abschnitten des Nordschwarzwalds: enge Schluchten, weißes Wasser, Brücken aus handgebehauenen Steinen.
Das Naturcamping Schönmünz in Baiersbronn ist die perfekte Abschluss-Station für alle, die noch eine letzte Nacht im echten Wald verbringen wollen, bevor die Kurpromenade Baden-Badens ruft. Buchbar, gut ausgestattet, haustierfreundlich und mit echter Naturlage. Wer hier morgens aus dem Wohnmobil tritt und in das Murmeln der Murg hineinhorcht, versteht, warum Menschen immer wieder in den Schwarzwald zurückkehren.
- Morgens: Letzte Wanderung durch Baiersbronn
- Nachmittags: Weiterfahrt nach Baden-Baden, Parkanlage Lichtentaler Allee
- Abends: Abschluss in der Therme oder beim Abendessen in der Kurstadt
Fazit: Eine Route für alle, die Entschleunigung ernst nehmen
Diese Schwarzwald-Rundreise ist kein Streckenprogramm, sondern eine Einladung zum Innehalten. Die Campingplätze sind bewusst so gewählt, dass sie Ruhe und Anbindung verbinden — kein Platz zu überfüllt, keiner zu abgelegen. Wer sich fünf Tage lang vom Takt des Waldes leiten lässt, kommt in Baden-Baden nicht erschöpft an, sondern erfrischt.
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