Korsika Rundreise: 10 Tage Inselzauber mit dem Wohnmobil
Von Bastia durch malerische Küstendörfer und wilde Berglandschaften
Eine intensive Erkundung Korsikas im Wohnmobil: Startet in Bastia, erkundet die wildromantische Nordwestküste mit Saint-Florent, durchquert das Landesinnere und kehrt über die Ostküste zurück. Mittelmeerflair, Wanderungen und authentische korsische Dörfer garantiert.
Routenverlauf
Tagesetappen
Bastia, Frankreich → Bastia, Frankreich · 10 Tage
Tag 1
Bastia ist eine authentische Hafenstadt ohne touristisches Getue. Das Camping Les Sables Rouges dient als Orientierungspunkt und Ausgangsbase. Die erste Nacht im Wohnmobil mit Blick auf den alten Hafen, wo noch echte Fischerboote ankern. Nutzt den Tag zum Akklimatisieren, Einkaufen und den Vieux Port mit seinen engen Gassen zu erkunden.
Ankunft, Wohnmobil einrichten, Orientierungsspaziergang durch die Altstadt.
Markt besuchen (Place du Marché), korsische Produkte kaufen – Käse, Wein, Charcuterie.
Sonnenuntergang vom Vieux Port aus beobachten, Fischrestaurant direkt am Hafen (einfach, authentisch, frisch).
- Gebt nicht viel Geld für touristische Restaurants am Hafen aus – 50 Meter weiter innen gibt es authentischere, günstigere Lokale.
- Parkt das Wohnmobil nicht im historischen Zentrum – nutzt Parkplätze auf den Peripherie-Plätzen.
- Kauft Trinkwasser in Plastikflaschen – das Wasser aus dem Hahn ist chloriert.
Tag 2
Saint-Florent ist ein authentisches Fischerdorf an der wilden Nordwestküste. Camping d'Olzo liegt direkt auf Höhe des Golfes, die Macchia-Landschaft ist schroff und unverbaut. Der Platz ist einfach, aber sauber – idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Buchten-Erkundungen. Hier riecht man wirklich das Meer und die Wildnis.
Früh aufstehen, Espresso trinken, Blick auf den Golf genießen. Evtl. kurze Strecke zum Col de Teghime fahren (20 Min.) für Panorama-Aussicht.
Fahrt zur Plage de Saleccia (ca. 1 Stunde Anfahrt, dann 6 km Wanderung). Schwimmen im klaren Wasser, mitgebrachte Picknick-Sachen.
Zurück zum Campingplatz, Grillen mit Blick auf den Sonnenuntergang über dem Golf.
- Zur Saleccia: Startet sehr früh (7:00 Uhr), um Menschenmassen zu vermeiden. Bringt ausreichend Wasser mit – keine Versorgung unterwegs.
- Saint-Florent hat eine kleine Touristerie entwickelt, aber die Einheimischen sitzen immer noch in denselben Bars. Fragt nach dem besten lokalen Restaurant.
- Wasser im Golf kann bis September kalt sein (17-18°C) – Neopren-Anzug nicht schlecht.
Tag 3
Alternative zu Camping d'Olzo mit besserer Ausstattung und Haustierfreundlichkeit. Camping Village Kalliste ist etwas größer, aber nicht überlaufen. Bietet gute Basis für die gleichen Aktivitäten wie Camping d'Olzo. Gut für Reisende mit Hunden oder höheren Komfortansprüchen.
Bootsausflug von Saint-Florent aus buchen (Strand-Inseln, versteckte Buchten). Viele Anbieter im Hafen.
Rückkehr, Shopping im Dorf, Pause auf dem Campingplatz.
Abendessen im Wohnmobil oder kleines Restaurant im Dorf.
- Bucht Bootsausflüge nicht über Hotels – fragt direkt im Hafen, spart ca. 20%.
- Camping Village Kalliste hat eine kleine Rezeption mit freundlichem Personal, das gute Tipps gibt.
- Hunde sind willkommen, aber Strandbesuche sind für sie tagsüber oft nicht erlaubt.
Tag 5
Ein Sprung ins wilde Berginnere: Castellare-di-Casinca liegt im Land der Kastanienhaine und korsischen Dörfer. Camping Domaine d'Anghione ist ein familiengeführter, authentischer Platz – nicht luxuriös, aber mit echtem korsischen Charakter. Stille, Natur, Wanderungen. Ideal für Reisende, die dem Küsten-Tourismus entfliehen wollen.
Langfristig einrichten. Wanderung zu lokalen Dörfern (2-3 Stunden). Macchia-Flora erkunden.
Fahrt nach Corte (30 Min.). Zitadelle besichtigen, Museum. Kaffee im Zentrum.
Grillabend auf dem Campingplatz mit anderen Reisenden (sehr gesellig dort).
- Camping Domaine d'Anghione: Der Besitzer spricht gutes Deutsch und hat hilfreiche Wanderkarten.
- Für die Gorges: Gutes Schuhwerk notwendig, Wasser ist eiskalt auch im Sommer (ca. 12°C).
- Castellare ist authentisch – kein englisches Menu, aber herzliche Einheimische.
- Tankt in Corte, nächste größere Stadt mit Supermarkt.
Tag 8
Die Südspitze Korsikas mit dramatischen Felsformationen und Stränden wie aus dem Bilderbuch. Village Vacances Sandaya Cap Sud ist ein größerer Ferienresort-Platz, aber in dieser Region notwendig, da andere Optionen begrenzt sind. Ideale Position für die spektakuläre Südküste und kleine Insel-Abenteuer.
Frühes Schwimmen am Strand (Plage de Palombaggia, 10 Min. Fahrt). Wasser ist jetzt wärmer.
Bootsausflug zu den Îles Lavezzi – Schnorcheln, Strände, wilde Insellandschaft. (Tipp: mit lokalen Bootsführern günstiger als große Anbieter)
Grillplatz auf dem Campingplatz, Meeresblick, Wein und Sterne.
- Plage de Palombaggia: Früh morgens gehen, sonst voll mit Badegästen aus Resorts. Ab 10:00 Uhr wird's voll.
- Îles-Bootsfahrten: Im Hafen von Porto-Vecchio (nächste Stadt) finden sich günstige lokale Anbieter.
- Parking am Strand ist begrenzt – Wohnmobil morgens früh (7:00 Uhr) abstellen.
- Cap Sud Resort hat Restaurant und Bar – Preise deutlich über normal, aber praktisch für Abends.
Korsika im Wohnmobil: 10 Tage Inselrundfahrt
Korsika ist für Wohnmobil-Abenteurer ein Traum: enge Serpentinen durch Macchia-Landschaften, dramatische Buchten mit türkisem Wasser und verlassene Strände, die man nur zu Fuß erreicht. Diese Route verbindet die quirlige Hafenstadt Bastia mit den versteckten Schätzen der Insel – keine Massenmarkt-Ziele, sondern echte korsische Atmosphäre.
Tag 1-2: Bastia und Umland – Einstieg in die Nordostküste
Der Start in Bastia selbst ist bewusst kurz gehalten. Die alte Hafenstadt dient als Ankerpunkt, aber es geht schnell weiter. Das korsische Licht am ersten Morgen über dem Vieux Port ist besonders golden, wenn die Fischer ihre Netze ausbessern. Spaziert durch die engen Gassen, kostet Espresso auf der Place Saint-Nicolas – Korsika ohne Hast.
Nach einem Tag Orientierung führt die erste echte Fahrt nach Saint-Florent an der Westküste der Balagne-Region. Die Fahrzeit beträgt etwa 1,5 Stunden über die D81. Hier beginnt das eigentliche Abenteuer: Camping d'Olzo liegt perfekt positioniert für die Erkundung dieser rauen, felsigen Nordwestecke Korsikas.
Tag 3-4: Saint-Florent – Buchten und Bergwanderungen
Saint-Florent selbst ist ein authentisches, etwas raueres Fischerdorf mit Charakter. Der Hafen riecht nach Salzwasser und Sardellen-Konserven. Das ist kein Luxusresort – das ist real. Der Campingplatz Camping Village Kalliste ist eine solide Alternative mit Haustierfreundlichkeit, falls ihr mit Hund unterwegs seid.
Unternehmt eine Tageswanderung zur Plage de Saleccia nördlich von Saint-Florent – eine 6 km-Wanderung durch Myrten- und Juniperus-Dichte führt zu einem pulverweißen Strand, auf dem sich kaum ein Mensch tummelt. Das Wasser ist so klar, dass ihr jeden Stein am Grund seht. Abends sitzt ihr im Wohnmobil mit Meerblick, der Wind raschelt in der Macchia, und die Sonne malt orange-rote Streifen über dem Golf von Saint-Florent.
Tag 5: Fahrt ins Landesinnere – Über Bergpässe nach Süden
Ein längerer Fahrtag (ca. 3,5 Stunden), der euch über die D81 und später auf kleinere Straßen führt. Die Route ist nicht für Eilige gedacht: Fahrt über den Col de Teghime (536 m), genießt die Ausblicke auf beide Küsten Korsikas. In Castellare-di-Casinca angekommen, werdet ihr das wilde, weniger touristifizierte Korsika entdecken. Camping Domaine d'Anghione ist ein familiengeführter Platz inmitten von Kastanienhainen, weit weg von der Küstenmusik, dafür mit Stille, die nur vom Zirpen der Zikaden unterbrochen wird.
Tag 6-7: Bergkorsika und authentische Dörfer
Nutzt diese zwei Tage für Erkundungen im Landesinneren. Fahrenheit in die korsischen Bergdörfer wie Corte (historisches Zentrum, alte Zitadelle) oder die Gorges de la Restonica – spektakuläre Schluchten mit kristallklarem Gebirgsfluss. Die Temperaturen sind hier oben deutlich milder als an der Küste, besonders morgens erfrischend. Kauft auf lokalen Märkten korsische Spezialitäten: Ziegenkäse, Kastanienbrot, Rotwein aus der Region Niellucciu.
Tag 8-9: Südostküste – Porto-Vecchio und Strände
Die Fahrt Richtung Süden dauert von Castellare etwa 4 Stunden. Ihr bewegt euch langsam die Ostküste hinunter. Village Vacances Sandaya Cap Sud ist ein Spot für zwei Nächte: der Platz liegt nahe genug an der Südspitze, um die dramatischen Felsen und die Plage de Palombaggia zu erkunden – ein Strand wie aus einem Traum, mit piniengesäumtem Hinterland.
Schwimmen geht ab Mitte Mai bis September; die Wassertemperatur kann zwischen 16°C (Mai) und 25°C (August) schwanken. Tauchstellen sind rund um die südlichen Îles Lavezzi legendär.
Tag 10: Rückfahrt nach Bastia
Die letzte Etappe führt etwa 4,5 Stunden die Ostküste hinauf zurück zu Startpunkt. Fahrt gemütlich, haltet an, wo es euch gefällt. Bastia ist Ankerpunkt und Ausgangsort zugleich – Ihr seid um Erfahrungen und Erinnerungen reicher.
Praktische Reisehinweise
Beste Reisezeit
Mai bis Juni oder September bis Oktober sind ideal: Temperaturen angenehm (22-28°C), das Meer ist warm genug, und die Touristenmassen sind kleiner. Juli/August können über 30°C erreichen und die Plätze sind voller.
Fahrzeug & Straßenzustände
Korsika hat schmale, oft unbefestigte Wege. Ein Wohnmobil bis 7 Meter ist ideal. Größere Fahrzeuge haben Probleme auf manchen Bergstrecken. Kraftstoff ist teurer als auf dem Festland – immer tanken, wenn ihr könnt.
Wasser & Versorgung
Campingplätze sind gut ausgestattet, aber: Einige kleinere Orte haben begrenzte Lebensmittelversorgung. Kauft Vorräte in größeren Städten wie Bastia oder Ajaccio.
⛽ Kostenrechner für diese Route
Geschätzte Kosten basierend auf aktuellen Durchschnittspreisen
* Durchschnittspreise, tatsächliche Kosten können abweichen. Für DE Live-Preise: Tankstellen-Finder
Länder auf dieser Route
🎒 Empfohlene Ausrüstung für diese Route
Passend zu Route, Saison und Reisestil — kuratierte Empfehlungen.
* Amazon-Affiliate-Links — wir erhalten eine kleine Provision, für dich ändert sich nichts.
Eigene Route planen?
Erstelle deine individuelle Camping-Route mit unserem intelligenten Routenplaner — maßgeschneidert auf dein Fahrzeug, deine Zeit und deinen Stil.
0